E-Learnings linear oder explorativ aufbauen

 

In unserem November-Lern Café erklärten unsere Expertinnen Carolin Lüken und Alexandra Scholz, wie Lerninhalte strukturiert werden können. Dabei stand im Fokus, wann Sie E-Learnings linear oder explorativ aufbauen sollten und was die Unterschiede sind. Wir fassen kurz zusammen.

Der lineare Aufbau von Lerninhalten

Ein Lerninhalt nach dem anderen – das ist das Kennzeichen für einen linearen Kursaufbau. Bei dieser Form ist es zwingend notwendig, dass die Lernenden den Lerninhalt in einer bestimmten vorgegebenen Reihenfolge be- bzw. erarbeiten müssen. Einflussmöglichkeiten, wann welcher Inhalt gelernt wird, gibt es für die Lernenden nicht. Der Aufbau folgt einer klaren Struktur

  1. Einleitung
  2. Inhalte
  3. ggf. Lernerfolgskontrolle
  4. Abschluss

Selbst wenn technische Möglichkeiten bestehen, die Reihenfolge nicht zu beachten, so wird doch spätestens beim Verständnis deutlich, dass vorherige Informationen zuerst verarbeitet werden müssen. „Beim Erstellen eines Lernkurses ist unbedingt notwendig darauf zu achten, dass die Inhalte der einzelnen Module auch aufeinander aufbauen. Schritt für Schritt arbeitet sich der oder die Lernende dann vor“, so Carolin Lüken.

 

Der explorative Aufbau von E-Learnings

Ganz anders sieht es beim explorativen Aufbau von E-Learnings aus. Hier entscheidet der Nutzende selbst, in welcher Reihenfolge die Inhalte bearbeitet werden. Menüs oder eingebaute Verzweigungen geben Struktur und erleichtern die Navigation im Kurs. Ein möglicher Aufbau könnte z. B. folgendermaßen aussehen:

  1. Einleitung
  2. Hauptmenü
  3. Inhalte
  4. ggf. Lernerfolgskontrolle(n)
  5. Abschluss

„Der explorative Aufbau hat den Vorteil, dass der oder die Lernende selbst über den Ablauf des Kurses entscheiden kann. Das ist oftmals viel motivierender, als der starre lineare Aufbau“, erklärt Alexandra Scholz. „Wichtig bei diesem Aufbau ist jedoch, dass die einzelnen Lernmodule inhaltlich abgeschlossen sind, also auch unabhängig voneinander lernbar sind“, ergänzt Carolin Lüken.

 

Linearer und explorativer Aufbau im Zusammenspiel

Je nach Lerninhalt ist auch ein Mix der beiden vorab genannten Strukturen sinnvoll. So kann es beispielsweise vorteilhaft sein, dass erst ein bestimmter Inhalt als Grundlage abgeschlossen werden muss, bevor andere Module – dann in selbstgewählter Reihenfolge – verarbeitet werden. In diesem Fall wird ein Menü zum Navigieren im Kurs erst ab einem bestimmten Lernlevel verfügbar gemacht.

 

Fazit

Abhängig von Lerninhalt und Lernziel, kann ein linearer oder explorativer Aufbau sinnvoll sein. Beim linearen Aufbau gibt der Kursersteller die Reihenfolge der zu bearbeitenden Inhalte vor. Einzelne Module bauen aufeinander auf, so dass ein Verständnis der Inhalte nur entstehen kann, wenn die Reihenfolge eingehalten wird. Beim explorativen Aufbau entscheidet der Nutzende selbst, wann welche Inhalte bearbeitet werden. Entsprechende Menüs erleichtern die Navigation im Kurs. Auch Mischformen aus beiden Aufbauformen sind möglich. Sind beispielsweise bestimmte Inhalte eine Grundvoraussetzung, kann ein Kurs so aufgebaut werden, dass auf andere Module erst nach Abschluss des „Grundkurses“ zugegriffen werden kann.

 

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