Das Praxisbeispiel von STACKIT: 600.000 digitale Workspaces, eine Entscheidung, hohe Anforderungen an Datenschutz und Souveränität
Einleitung
Moderne Cloud-Technologie sieht einfacher aus, als sie ist. Ein Login, ein Dashboard, ein Klick — und der Kuchen ist gebacken. Was dabei unsichtbar bleibt, entscheidet darüber, ob IT-Entscheidenden nachts ruhig schlafen können: die architektonische Tiefe im Hintergrund.
STACKIT hat in seinem Newsletter aus März 2026 genau dieses Fundament in den Mittelpunkt gerückt. Unter dem Titel „Die Architektur hinter der Leichtigkeit“ zeigt der europäische Cloud-Anbieter, was digitale Souveränität im Enterprise-Maßstab konkret bedeutet — anhand eines Migrationsprojekts, das seinesgleichen sucht.
Das Praxisbeispiel: 600.000 digitale Workspaces, eine Entscheidung, hohe Anforderungen an Datenschutz und Souveränität
Die STACKIT-Newsletter-Ausgabe vom März 2026 nennt als Praxisbeispiel die Migration von 600.000 digitalen Workspaces in der Schwarz Gruppe. STACKIT beschreibt dabei, wie sich gewohnte Kollaborationsfunktionen mit lokaler Schlüsselgewalt und digitaler Souveränität verbinden lassen.
Workspace by STACKIT setzt laut Anbieter auf clientseitige Verschlüsselung, sodass Daten bereits auf dem Endgerät verschlüsselt werden, bevor sie in die Cloud gelangen. STACKIT wirbt außerdem damit, dass dadurch auch der Plattformanbieter keinen Zugriff auf die Inhalte im Klartext erhält.
Das zeigt: Datensouveränität wird nicht allein über den Standort eines Rechenzentrums definiert, sondern auch darüber, wo und wie Verschlüsselung umgesetzt wird und wer den Zugriff auf sensible Inhalte technisch kontrollieren kann. Diese Einordnung ist eine fachliche Schlussfolgerung aus der beschriebenen Architektur.
Was STACKIT architektonisch auszeichnet
Für IT-Verantwortliche, die über Plattformentscheidungen nachdenken, sind die technischen Grundlagen entscheidend. STACKIT hat gemeinsam mit Cloud&Heat das OpenStack-Lifecycle-Management Yaook vorangetrieben. Cloud&Heat beschreibt Yaook als in Partnerschaft mit STACKIT gestartetes Projekt; die Yaook-Dokumentation bezeichnet es als voll automatisiertes OpenStack-Lifecycle-Management.
Hinzu kommt öffentlich zugängliches Entwickler- und Automatisierungstooling. Die STACKIT-Dokumentation führt einen STACKIT Terraform Provider auf; außerdem betreibt STACKIT unter stackitcloud öffentliche Repositories für Cloud-nahe Integrationen. Das stärkt Transparenz und erleichtert technischen Teams die Anbindung an bestehende Prozesse.
Kein Vendor Lock-in: Was offene Standards konkret bedeuten
Ein zentraler Punkt bei jeder Cloud-Entscheidung ist die Frage, wie portabel Workloads und Betriebsprozesse bleiben. Mit dem Terraform Provider und der Nähe zu etablierten Cloud- und Kubernetes-Werkzeugen setzt STACKIT in wichtigen Bereichen auf bekannte Standards und bekannte Automatisierungsmuster. Das verbessert die Anschlussfähigkeit an bestehende DevOps- und IaC-Prozesse.
Eine vollständige Reversibilität kann kein Anbieter pauschal garantieren. Fachlich belastbar ist aber die Aussage, dass offenes Tooling und standardnahe Betriebsmodelle das Risiko unnötiger Abhängigkeiten reduzieren können. Diese Einordnung ist eine zulässige technische Bewertung auf Basis der dokumentierten Werkzeuge.
STACKIT Dremio: Dateneffizienz ohne Souveränitätsverlust
Mit STACKIT Dremio hat STACKIT im Februar 2026 die Public Preview eines gemanagten Data-Lakehouse-Services angekündigt. Offiziell positioniert STACKIT die Lösung als souveränes Angebot im Bereich Data & AI; die Dokumentation beschreibt einen verwalteten Service für Datenabfragen über mehrere Quellen hinweg.
Für Unternehmen, die analytische Workloads von operativen Systemen trennen wollen, ist das ein relevanter Baustein – insbesondere dann, wenn Leistungsfähigkeit, Managed Service und europäischer Betriebsrahmen gemeinsam bewertet werden sollen.
Warum das für IT-Leiter relevant ist
Das Migrationsprojekt der Schwarz Gruppe ist kein Einzelfall, sondern ein Modell. Es zeigt, dass Kollaboration im Enterprise-Maßstab und digitale Souveränität kein Widerspruch sind — wenn die Architektur stimmt. Drei Faktoren sind dabei entscheidend:
Schlüsselgewalt statt Standortversprechen. Ein Rechenzentrum in Frankfurt schützt keine Daten, wenn der Betreiber einer US-amerikanischen Jurisdiktion unterliegt. Entscheidend ist, wer die Encryption Keys kontrolliert.
Offene Architektur als Risikominimierung. Eine Cloud-Infrastruktur auf Basis freier, transparenter Software reduziert die Abhängigkeit von proprietären Plattformen Mecalux International — und erhöht die langfristige Planungssicherheit.
Betrieb als Differenzierungsfaktor. Architekturentscheidungen sind erst dann werthaltig, wenn sie im laufenden Betrieb sauber umgesetzt, überwacht und weiterentwickelt werden. Die Auswahl des richtigen Partners — ob Professional Service oder Managed Service — ist genauso kritisch wie die Wahl der Plattform selbst, was eine fachliche Bewertung darstellt und nicht ein direktes Zitat aus den Quellen.
Die Aussagen in diesem Beitrag stützen sich auf den STACKIT Newsletter „Die Architektur hinter der Leichtigkeit“ vom 06.03.2026, auf offizielle STACKIT-Produktinformationen zu Workspace, auf die STACKIT-Dokumentation sowie auf Informationen zu Yaook von Cloud&Heat und aus der Yaook-Dokumentation.
Interlake ist zertifizierter STACKIT Partner und Microsoft Solutions Partner.
Quellen: STACKIT GitHub (github.com/stackitcloud) · STACKIT / Cloud&Heat (stackit.de, cloudandheat.com) · Edgeless Systems (edgeless.systems) · European Alternatives (european-alternatives.eu) · STACKIT Newsletter März 2026



